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Das Hans Thoma Buch aus dem Jahr 1988 ist für Kunstfreunde sehr zu empfehlen.
Christa von Helmolt "Hans Thoma Spiegelbilder"
erschienen im Klett-Cotta Verlag Stuttgart

"
Not, nichts als Not"
heißt es im Tagebuch vom 8.September 1868.
"Von nirgend her ein Schimmer von Hoffnung. Was soll ich beginnen, wo soll ich hin im Winter?
Ich weiß daß meine Bilder unverkäuflich sind, sie sind so ganz anders, als man in Karlsruhe und Düsseldorf die Bilder haben will.
Seit vier Wochen kein Geld, und auch meine Arbeitskraft fängt an, unter dieser Stimmung zu leiden.
"
1839
Hans Thoma wird am 2.Oktober im Schwarzwalddorf Bernau geboren.
1853-1855 Zwei Lehrstellen als Lithograph und Anstreicher in Basel hatte er nach kurzer Zeit wieder aufgegeben. Auch die Probezeit als Uhrenschildmaler in Furtwangen ging nicht in eine Lehre über.
1855-1859 Gelegenheitsarbeiten und autodidaktisches Zeichnen. Stipendium und Studienbeginn an der Großherzoglichen Kunstakademie zu Karlsruhe. "Kaum wird wohl jemals ein junger Mensch mit mehr Pietät und Respekt in eine Schule eingetreten sein."
1866 Ende der Studienzeit. In diesen Karlsruher Jahren entwickelte sich parallel zu Thomas bildnerischen Fähigkeiten auch seine Begabung als Brief-Schriftsteller.
1867-1868 Besuch in Düsseldorf. Freundschaft mit Otto Scholderer (1834-1902), der ihn auf eine gemeinsame Reise nach Paris mitnimmt. Besuch der "Exposition Courbet". Aufenthalte im Schwarzwald.
1870-1871 Nachdem Thoma den Sommer bei Mutter und Schwester in Säckingen verbracht hatte, brach er nach München auf. Arbeit im Atelier von Victor Müller.
1873 Begegnung mit Dr. Otto Eiser in München. Herbst- und Winteraufenthalt am Main.
1874 Erste Italienreise.
1877 Heirat in Säckingen mit Cella Berteneder. Umzug nach Frankfurt am Main mit Mutter und Schwester in den gemeinsamen Haushalt.
1879 Englandreise zu Sammler Minoprio.
1880 Zweite Italienreise im Auftrag von Minoprio.
1884 Ausstellung in Liverpool.
1887 Seine dritte Italienreise führt ihn nach Florenz. Besuch bei Adolf von Hildebrand und Hans von Marées.
1889 Begegnung und Lebensfreundschaft mit Dr. Henry Thode.
1890 Erfolgreiche Ausstellung im Müncher Kunstverein.
1892-1893 Vierte Italienreise und Sommeratelierarbeit mit Familie in Oberursel am Taunus. Beginn der graphischen Arbeit.
1897 Tod der Mutter. Hans Thomas fünfte Italienreise.
1898-1899 Die Reise nach Holland brachte die Begegnung mit den alten Meistern und vor allem dem leidenschaftlich bewunderten Rembrandt. Hauskauf und Atelieranbau in Kronberg, Taunus. Thoma wird zum Galeriedirektor nach Karlsruhe berufen.
1901 Gründung der Majolika-Manufaktur Karlsruhe. Tod seiner Frau Cella.
1919 Thoma tritt als Leiter der Galerie zurück.
1924 Am 7.November, kurz nach seinem fünfundachtzisten Geburtstag, ist Hans Thoma gestorben. Die Beisetzung auf dem Karlsruher Friedhof war schlicht, wie er es gewünscht hatte. Auf seinem Sarg lagen Blumen aus Bernau.
 
Cosima Wagner 1899